
Mit der Online-Veranstaltungsreihe „Gewässerschulung“ wird eine neue Plattform zum Austausch von Praxiswissen rund um die Themen Gewässerentwicklung, Umwelt- und Hochwasserschutz geschaffen. Ziel des Angebots ist es, Erfahrungen, Fachkenntnisse und praktische Lösungsansätze aus unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen zusammenzuführen und für möglichst viele Akteurinnen und Akteure zugänglich zu machen.
Die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie sowie die Entwicklung klimaangepasster Gewässerlandschaften stellen eine langfristige Gemeinschaftsaufgabe dar. Haupt- und ehrenamtlich Tätige aus Wasserwirtschaft, Naturschutz, Verwaltung, Planung und Verbänden bringen dabei unterschiedliche fachliche Hintergründe und praktische Erfahrungen ein. Die Gewässerschulung möchte dieses vielfältige Wissen bündeln und den fachlichen Austausch zwischen den Beteiligten stärken.
Aufbau der Veranstaltungsreihe

Das Schulungsangebot gliedert sich in elf thematische Module zu zentralen Themen der Gewässerentwicklung. Die einzelnen Module umfassen jeweils ein bis vier Veranstaltungen und können unabhängig voneinander besucht werden (siehe Modulkatalog).
Die etwa 90-minütigen Online-Termine werden in der Regel zweimal monatlich stattfinden. Ergänzend zu den digitalen Schulungen sind Exkursionen zu Best-Practice-Maßnahmen vorgesehen, um die vermittelten Inhalte direkt vor Ort zu veranschaulichen und praktische Einblicke in die Umsetzung zu geben.
Die Veranstaltungsreihe beginnt mit zwei Informationsveranstaltungen. Diese dienen einerseits der Vorstellung des Schulungsprogramms und greifen andererseits übergeordnete Themen der Gewässerentwicklung auf (Anmeldung).
Inhalte der Gewässerschulung
Die Schulungsreihe behandelt ein breites Spektrum an Themen rund um Maßnahmen im und am Gewässer, auf den Gewässerrandstreifen sowie in der Aue. Vorgesehen sind unter anderem Inhalte zu In-Stream- und Auenmaßnahmen, Finanzierungsmöglichkeiten und Förderprogrammen, Ausschreibungs- und Genehmigungsverfahren sowie zur Bauausführung.
Darüber hinaus werden Möglichkeiten und Grenzen einer beobachtenden und ökologisch verbessernden Gewässerunterhaltung thematisiert. Weitere Schwerpunkte bilden der Umgang mit Arten am Gewässer, eine an Restriktionen angepasste Maßnahmenplanung, Erfolgsmonitoring sowie Kommunikationsstrategien für den sinnvollen Einbezug externer Beteiligter.
Die Teilnehmenden erhalten dabei Einblicke aus erster Hand von Fachleuten unterschiedlicher Institutionen und Praxisbereiche.

Zielgruppen und Teilnahme
Das Angebot richtet sich an alle Interessierten aus Wasserwirtschaft und Naturschutz, Umweltbehörden, Kommunen, Ingenieur- und Planungsbüros, Verbänden, Angelvereinen sowie an Studierende und weitere Interessierte.
Die Teilnahme an den Online-Schulungen und Exkursionen ist kostenlos. Eine Anmeldung ist sowohl modulweise als auch für die gesamte Veranstaltungsreihe möglich. Für die Exkursionen ist jeweils eine separate Anmeldung erforderlich. Die Anmeldung erfolgt über die Webseite der KommunalAkademie des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB).
Die Freischaltung der einzelnen Veranstaltungen und Exkursionen erfolgt schrittweise.
Auftaktveranstaltung
Bereits jetzt besteht die Möglichkeit, sich für die Auftaktveranstaltung am 17. November 2026 um 15 Uhr über die KommunalAkademie (rechts) anzumelden. Neben der Vorstellung des Gewässerschulungsprogramms wird dort das übergeordnete Thema „Gewässerentwicklung in Niedersachsen: Zuständigkeiten und rechtlicher Rahmen“ behandelt.
Projektbeteiligte und Förderung
Die Gewässerschulung wird mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz gefördert und ist inhaltlich in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für die Entwicklung Niedersächsischer Gewässerlandschaften (KEG) sowie dem Regionalbüro des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz entwickelt worden.
