Hitze
Da der Klimawandel auch Klimaerwärmung genannt wird, ist zunehmende Hitze keine große Überraschung. Wie die Daten des NIKO zeigen, hat sich die Jahresdurchschnitttemperatur in Niedersachsen seit 1881 um 2,4 °C erhöht. Bis zum Ende des Jahrhunderts können es insgesamt knapp 6 °C Unterschied werden - weit entfernt vom 1,5 Grad-Ziel aus dem Pariser Klimaabkommen (2015). Damit einher gehen eine erhähte Anzahl an Hitzetagen, Schwülen Tagen, eine gesenkte Klimatische Wasserbilanz und daraus folgend eine Vielzahl an Folgen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt.
Einige der Folgen von Hitze sind schon heute spürbar. An Hitzetagen fällt die Konzentration bei der Arbeit schwer, in Tropennächten findet man nur schlecht Schlaf. Straßen aus Beton platzen aufgrund der hohen Temperaturen auf, Stadtbegrünung benötigt häufigere Bewässerung, die Waldbrandgefahr steigt. Je nach Gegebenheiten vor Ort müssen die Kommunen Niedersachsens passende Maßnahmen für ihre Betroffenheiten auswählen, um sich auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten und ihre Bevölkerung vor ihnen zu schützen, indem die Folgen abgemildert werden.
In den nachfolgenden Handlungsfeldern finden Sie verschiedene Maßnahmen, die für Ihre Kommune passen können. Vor allem in Bezug auf die menschlische Gesundheit ist Hitze ein wichtiges Themes, weshalb es nicht nur in einem Klimafolgenanpassungskonzept behandelt werden sollte, sondern auch mit einem Hitzeaktionsplan der Kommune oder einer eigenständigen Einrichtung vorgesorgt werden kann. Um für einen solchen detailierten Plan ebenfalls eine Hilfe zu sein, ist dieser Maßnahmenkatalog in den folgenden Handlungsfeldern ebenfalls in untergliedert in kurzfristige, mittelfristige und langfristige Maßnahmen.

